Gravenreuth, Günther & Co – die Abzocker
Das Landgericht Berlin hat am 17.09.2008 den durch Abmahnungen (u.a. wegen dem Begriff “Webspace”) bekanntgewordenen Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth (gebürtig Günter Werner Dörr) zu einer Haftstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt.
In dem Berufungsverfahren sah das Gericht es als erwiesen an, dass von Gravenreuth sich bei einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung mit der Tageszeitung taz.de des versuchten Betrugs schuldig gemacht hat.
Von Gravenreuth wurde bereits vor einem Jahr von dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen des o.g. versuchten Betrugs zu einer Haftstrafe von 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft konnte ihm damals nachweisen, dass er ohne nachvollziehbaren Grund die Domain der Tageszeitung taz.de hatte pfänden lassen.
Von Gravenreuth hatte Seinerzeit die Pfändung damit argumentiert, dass er aus einem angeblichen vorangegangen Rechtsstreit mti der taz.de kein Geld erhalten habe. Nach Durchsuchungen der Kanzlei in München durch die Polizei hat sich diese Aussage als Unwahr heraus gestellt. Die Polizei hatte Unterlagen gefunden, die den Eingang des Geldes eindeutig belegt haben.
Zwar wollte von Gravenreuth von seinem Pflichtverteidiger beweisen lassen, dass seine Kanzlei im Tatzeitraum so chaotisch organisiert gewesen sei, dass er den Überblick verloren habe.
Dies bestätigten zwar auch die geladenen Zeugen (u.a. ehemalige Angestellte) jedoch gaben sie auch an, dass in Sachen Geldeingang immer strenge Ordnung geherrscht habe. Insofern war die Aussage von Gravenreuths wenig Glaubhaft für den vorsitzenden Richter.
Im April diesen Jahres wurde der Münchner Rechtsanwalt bereits zu 11 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt. In dem damaligen Verfahren ging es um die Veruntreuung von Mandantengeldern sowie um eine Vorstrafe wegen sechzigfacher Urkundenfälschung. Die Bewährungsstrafe floss bei der Strafbemessung des Berliner Landgerichts mit ein.
Das Urteil ist bislang noch nicht rechtskräftig. Von Gravenreuth hat nun 7 Tage (Beginnend am 17.09.08) Zeit einen Revisionantrag beim Kammergericht als nächst höhere Instanz zu stellen. Begründen muss er seinen Antrag nach Zustellung der Urteilsbegründung innerhalb von 4 Wochen.
Ich denke mal, dass Herr Günther Werner Freiherr von Gravenreuth Spätestens Weihnachten in einer München nahegelegenen JVA einsitzen wird.
weiterführende Infos zu Günther Werner Freiherr von Gravenreuth
In den letzten Tagen, Wochen und Monaten ist eine weitere Rechtsanwältin auf der Bühne der Abzocker getreten. Ihr Name lautet Katja Günther und ist wie Günter Werner Freiherr von Gravenreuth bei der Rechtsanwaltkammer München registriert.
Katja Günther vertritt u.a. die Online Service Ltd., die Online Content Ltd. und Ahnenforschung Ltd. die wiederrum u.a. die Webseiten berufs-wahl.de, berufe-info.com, lebenstest.de, my-adventskalender.de, genealogie.de, routenplaner-server.com, tattoo-plus.de, tattoo-paradies.de, sudoku-jetzt.de, iq-testen-online.com, outlets-fabrikverkauf.net betreiben.
Katja Günther versendet im Auftrag Ihrer o.g. Mandaten massenhaft Abmahnungen und/oder Androhungen von Klagen.
Allen o.g. Online-Offerten gemeinsam ist: Über den Preis, der meist bei rund 60 Euro liegt, wird der Interessent erst am Ende der Anmeldeseite informiert sowie ohne besondere Hervorhebung mitten im Kleingedruckten.
Auszug von Rotglut.org:
Wieso sollten die Machenschaften der Buratinos, die hinter der Online Content Ltd. / Ahnenforschungs Ltd.) stehen, nicht als Betrug strafbar sein? Wieso meint eine Frau Katja Günther, dass zwischen Preisangaben, die nicht Vertragsbestandteil werden, wettbewerbswidrig sind und gegen die Preisangabenverordung verstoßen und strafrechtlich verfolgbaren BETRUG genug Platz für sie selbst und die Buratinos ist? Etwa weil eine “Strafrechtlerin” vom Kaliber einer Katja Günther dieses meint – die als “Strafrechtlerin” nicht einmal telefonisch erreichbar ist und so demonstriert, dass sie an einer Tätigkeit als “Strafrechtlerin” gar nicht interessiert ist, weil diese (womöglich) für sie mangels “besonders herausragender Fähigkeiten” nicht lukrativ ist?
weiterführende Infos zu Katja Günther:
- Abzocknews.de
- Heise.de
- Abzockwelle.de
- Augsblog.de
- Buratscher-Betrugs Ltd. und Kajta Günther
- Hinweise für Betroffene
- wikio.de
nicht zahlen und auf den Tag des jüngsten Gerichts warten.
Allgemeine Hinweise zum Thema Abzocke im Internet:
- Verbraucherzentrale Nordrhein-Westphalen
- Computerbetrug.de
- 4topas.wordpress.com
- Antiabzocke.net



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Ein Kommentar
1.
Graventreuth hinter schwedischen Gardinen | sputniq.net schrieb am 28. Dezember 2009 um 11:30
[...] Infos zu dem Thema Gravenreuth & Co kann man hier oder hier und auch hier finden. Share 'n' [...]