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	<title>sputniq.net &#187; Politik</title>
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		<title>die n&#228;chste Frage</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 20:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaloX</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer erinnert sich noch an den Finanzskandal 2000 um Wolfgang Sch&#228;uble? Genau dieser hat im Januar 2000 &#246;ffentlich erkl&#228;rt, dass er von dem Waffenh&#228;ndler Karlheinz Schreiber 100.000DM f&#252;r die CDU in einem Umschlag erhalten hat, jedoch nicht wisse wo dieser verblieben ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer erinnert sich noch an den Finanzskandal 2000 um Wolfgang Sch&#228;uble? Genau dieser hat im Januar 2000 &#246;ffentlich erkl&#228;rt, dass er von dem Waffenh&#228;ndler Karlheinz Schreiber 100.000DM f&#252;r die CDU in einem Umschlag erhalten hat, jedoch nicht wisse wo dieser verblieben ist.</p>
<p>Auf der Pressekonfernez zur Vorstellung des Koalitionsvertrag am 24.10.2009 hat dann doch tats&#228;chlich einer der anwesenden Journalisten es gewagt Kanzlerin Merkel darauf anzusprechen&#8230; Doch es war kein deutscher Journalist (von dem ich es noch erwartet h&#228;tte) nein es war ein Niederl&#228;nder Namens Rob Savelberg vom Telegraaf.</p>
<p>Seht selbst:</p>
<p><center><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XaWE8K2nRVs&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/XaWE8K2nRVs&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></center></p>
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		<title>unglaubliche Polizeigewalt</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 17:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaloX</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[was am Rande der Demonstration "Freiheit-Statt-Angst" am Samstag in Berlin geschah klingt erstmal unglaublich. Doch die Gewalt-Polizei muss sich wohl mit der Kontroll-Macht von Privatleuten die sich mit Camcordern und dem Internet auskennen lernen auseinander zu setzen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>was am Rande der Demonstration &#8220;Freiheit-Statt-Angst&#8221; am Samstag in Berlin geschah klingt erstmal unglaublich. Doch die Gewalt-Polizei muss sich wohl mit der Kontroll-Macht von Privatleuten die sich mit Camcordern und dem Internet auskennen lernen auseinander zu setzen&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.fefe.de/?ts=b452c21a" target="_blank">Ein Radfahrer</a> wollte bei einem Polizisten Anzeige gegen einen anderen Polizisten erstatten, da ein Freund von ihm unsanft einkassiert worden ist. Als der Beamte nicht darauf einzugehen scheint, schiebt der Demonstrant sein Fahrrad bei Seite bis er von einem Beamten am T-Shirt gezogen wird und von einem anderern Polizisten mit der Faust direkt ins Gesicht geschlagen wird.</p>
<p><center><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/TDYfm-NsXq8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/TDYfm-NsXq8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></center></p>
<p>Inzwischen hat die Berlinerpolizei eine Pressemitteilung ver&#246;ffentlicht, aus der hervorgeht, dass die Echtheit des Videos nicht angezweifelt wird und &#8220;die Vorgehensweise der beteiligten Beamten&#8221; habe die Polizei veranlasst, &#8220;ein Strafverfahren wegen K&#246;rperverletzung im Amt einzuleiten&#8221;. Die Untersuchung werde &#8220;mit Vorrang gef&#252;hrt&#8221;.</p>
<p>auf der Seite der <a href="http://www.ruhrbarone.de/miese-polizeiaktion-am-rand-der-berliner-freiheitsdemo/" target="_blank">Ruhrbarone</a> wurde ein Fahndungsaufruf eines B&#252;rgers ver&#246;ffentlicht. Dieser zeigt 2 der beteilitgen Beamten die den Fahrradfahrer brutal zusammen geschlagen haben.</p>
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		<title>Gro&#223;demonstration gegen &#220;berwachung</title>
		<link>http://sputniq.net/2009/08/30/grossdemonstration-gegen-ueberwachung/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 16:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaloX</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>

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		<description><![CDATA[B&#252;rgerrechtlerinnen und B&#252;rgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an der Demonstration gegen die ausufernde &#220;berwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009, werden sie unter dem Motto "Freiheit statt Angst – Stoppt den &#220;berwachungswahn!" auf die Stra&#223;e gehen. Treffpunkt ist 15:00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die Demonstration ist Teil des internationalen Aktionstages "Freedom Not Fear" zu dem u.a. in London, Amsterdam, Helsinki, Sofia und Stockholm Proteste gegen die &#220;berwachung von B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern stattfinden.B&#252;rgerrechtlerinnen und B&#252;rgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an der Demonstration gegen die ausufernde &#220;berwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009, werden sie unter dem Motto "Freiheit statt Angst – Stoppt den &#220;berwachungswahn!" auf die Stra&#223;e gehen. Treffpunkt ist 15:00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die Demonstration ist Teil des internationalen Aktionstages "Freedom Not Fear" zu dem u.a. in London, Amsterdam, Helsinki, Sofia und Stockholm Proteste gegen die &#220;berwachung von B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern stattfinden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/329/55/lang,de/"><img style="border: 0pt none;" title="demo_berlin_09.png" src="/wp-content/myfotos/Artikel/demo_berlin_09.png" border="0" alt="demo_berlin_09.png" width="145" height="189" align="right" /></a>B&#252;rgerrechtlerinnen und B&#252;rgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an der Demonstration gegen die ausufernde &#220;berwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am <strong>Samstag, den 12. September 2009</strong>, werden sie unter dem Motto &#8220;Freiheit statt Angst – Stoppt den &#220;berwachungswahn!&#8221; auf die Stra&#223;e gehen. <strong>Treffpunkt ist 15:00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin</strong>. Die Demonstration ist Teil des internationalen Aktionstages &#8220;Freedom Not Fear&#8221; zu dem u.a. in London, Amsterdam, Helsinki, Sofia und Stockholm Proteste gegen die &#220;berwachung von B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern stattfinden.</p>
<p>Erst vor wenigen Wochen musste sich die Deutsche Bahn zu einem weiteren Datenskandal bekennen. Mit der Sammlung von hochsensiblen Gesundheitsdaten hatte der Konzern erneut die Privatsph&#228;re und Grundrechte ihrer Besch&#228;ftigten verletzt. &#8220;Arbeitgeber nutzen die neuen Technologien, um zu erfahren, wo sich ihre Mitarbeiter aufhalten, mit wem sie reden, mit wem sie telefonieren, mit wem sie sich austauschen. Sie speichern Daten &#252;ber die Ursachen von Krankheiten ihrer Besch&#228;ftigten, von denen sie eigentlich nichts wissen d&#252;rfen&#8221;, sagt Annette M&#252;hlberg von ver.di und f&#252;gt hinzu: &#8220;Die Bespitzelung und allgemeine verdachtslose &#220;berwachung von B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern muss ein Ende haben!&#8221;</p>
<p>Die Demonstration am 12. September richtet sich auch gegen die Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsverbindungen. Seit Anfang 2008 ist nachvollziehbar, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. &#8220;Die verdachtsunabh&#228;ngige General&#252;berwachung bef&#246;rdert das Misstrauen zwischen Regierung und Bev&#246;lkerung. Die moralische Legitimit&#228;t der Regierung leidet darunter&#8221;, erkl&#228;rt Armin Schmid vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.</p>
<p>Auch der anhaltende Protest gegen das Gesetz &#252;ber Internetsperren soll im Rahmen der Demonstration am 12. September um 15:00 Uhr am Potsdamer Platz fortgef&#252;hrt werden. Das Gesetz wurde im Juni beschlossen und soll noch in dieser Wahlperiode in Kraft treten.</p>
<p>Bereits &#252;ber 120 Organisationen und Gruppen aus unterschiedlichen Spektren unterst&#252;tzen den Aufruf zur Demonstration &#8220;Freiheit statt Angst&#8221;. Unter ihnen finden sich unter anderen der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der Arbeitskreis Zensur, die Humanistische Union e.V., das B&#252;ndnis f&#252;r Politik und Meinungsfreiheit, das Netzwerk Neue Medien, das Forum InformatikerInnen f&#252;r Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V., der FoeBuD e.V., der Chaos Computer Club, die Freie &#196;rzteschaft, Attac, ver.di, der DGB, die Verkehrsgewerkschaft GDBA, der Lesben- und Schwulenverband Deutschland e.V., die Katholische Junge Gemeinde, die Piratenpartei, DIE LINKE, die FDP und B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen.</p>
<p>Die Demonstration unter dem Motto &#8220;Freiheit statt Angst – Stoppt den &#220;berwachungswahn!&#8221; muss nun schon zum dritten Mal stattfinden. Im vergangenen Jahr brachten mehrere zehntausend Menschen ihren Protest gegen die zunehmende &#220;berwachung zum Ausdruck. Doch weiterhin scheint Widerstand unabdingbar. Die bisherigen Reaktionen der Regierung und der Unternehmer k&#246;nnen jedenfalls nicht beschwichtigen.</p>
<p style="text-align: right;">Quelle und weitere Informationen: <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/" target="_blank">vorratsdatenspeicherung.de</a></p>
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		<title>Warum es um Zensur geht</title>
		<link>http://sputniq.net/2009/05/04/warum-es-um-zensur-geht/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 14:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaloX</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>

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		<description><![CDATA[Da reiben sich gerade so viele die H&#228;nde, da&#223; man eigentlich ein best&#228;ndiges Rauschen h&#246;ren m&#252;sste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuf&#252;hren war aber auch wirklich eine richtig gute.[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img title="zemsursula.jpg" src="/wp-content/myfotos/Artikel/zemsursula.jpg" border="0" alt="zemsursula.jpg" width="125" height="125" align="right" />der folgende Artikel stammt von <a title="Jens Scholz" href="http://www.jensscholz.com/2009/04/warum-es-um-zensur-geht.htm" target="_blank">Jens Scholz</a> und soll auf die aktuell &#246;ffentlich gef&#252;hrte Zensur(sula) Diskussion Aufmerksam machen. Der Artikel beschreibt die Fakten ziemlich gut und bringt es genau auf (auf den ber&#252;hmten) Punkt.</em></p>
<p>Da reiben sich gerade so viele die H&#228;nde, da&#223; man eigentlich ein best&#228;ndiges Rauschen h&#246;ren m&#252;sste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuf&#252;hren war aber auch wirklich eine richtig gute. Hat das ja zuvor mit den Themen Terrorismus und Internet-Kriminalit&#228;t nicht wirklich hingehauen, kann man hier spitzenm&#228;&#223;ig mit dem Holzhammer wedeln und Kritiker einfachst diffamieren, indem man die eigentliche Kritik ignoriert und ihnen vorwirft, sie wollten die Verbreitung von Kinderpornografie sch&#252;tzen. Wie schnell schon der Vorwurf zum beruflichen und gesellschaftlichen Tod f&#252;hren kann, zeigte man nur wenige Wochen zuvor ja schonmal anschaulich am Exempel Tauss (der &#252;brigens nat&#252;rlich nicht im Netz &#8220;erwischt&#8221; wurde, sondern &#252;ber Handykontakte und DVDs per Post).<br />
Aber ich schweife schon wieder &#8211; wie es durch die Wahl dieses Themas ja auch gew&#252;nscht ist &#8211; ab.<br />
Denn das Problem, das die Kritiker haben, ist ja nat&#252;rlich nicht, da&#223; man den Zugang zu Kinderpornografie sperren will, sondern das Sperrinstrumentarium, das man dazu baut. Schaut man sich das an, merkt man schnell: Es geht nicht um Kinderpornos und wie man dagegen vorgeht. Ging es nie.<br />
Es geht um die Installation eines generellen technischen Systems und die generelle Art und Weise, wie es betrieben wird: Es geht darum, da&#223; eine waschechte, diesen Namen zu Recht tragende, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_%28Informationskontrolle%29">Zensur</a> erm&#246;glicht wird. Auch wenn die zun&#228;chst gesperrten Websites tats&#228;chlich nur Kinderpornografie beinhalten (was die Liste eigentlich extrem kurz halten m&#252;sste) w&#228;re sowohl die Technik, die Verwaltung und sogar die Psychologie installiert, um sofort eine effektive Zensur betreiben zu k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Technik</strong><br />
Die Provider sollen ihre Nameserver so umbauen, da&#223; Webseiten, die das BKA aussucht und ihnen nennt, nicht erreichbar sind und dem Nutzer bei Aufruf stattdessen eine Sperrseite angezeigt wird. Gleichzeitig soll das BKA jederzeit abrufen k&#246;nne, welche Nutzer auf Webseiten aus dieser Liste zugreifen wollten und stattdessen auf die Sperrseite geleitet wurden.<br />
Ein normaler Internetnutzer, der seinen Nameserver nicht auf einen freien DNS-Server umstellt, sieht bestimmte Seiten nicht und erh&#228;lt die Mitteilung, er wolle sich gerade Kinderpornografie ansehen. Ob das stimmt, wei&#223; er nicht und nachpr&#252;fen darf er das auch nicht, da ja <a href="http://www.golem.de/9807/1212.html">schon die Suche nach Kinderpornografie strafbar</a> ist. Der Nutzer muss sich in diesem Moment weiterhin im Klaren sein, da&#223; er gerade etwas getan hat, was das BKA als illegal ansieht und als Grund ansehen kann, gegen ihn vorzugehen.<br />
Die allein schon technisch verursachten Risiken f&#252;r jeden Internetnutzer sind immens, noch dazu, weil man damit auch noch eine perfide Beweisumkehr eingebaut hat: Sie m&#252;ssen k&#252;nftig ihre Unschuld beweisen, z.B. da&#223; sie &#8220;versehentlich&#8221; die gesperrte Seite angesteuert haben. Viel Spa&#223; beim Versuch, Richtern TinyUrls, iFrames, Rootkitangriffe, Hidden Scripting und so weiter zu erkl&#228;ren, wenn Sie &#252;berhaupt wissen, was das ist.<br />
Die L&#246;sung zun&#228;chst: Den <a href="http://www.foebud.org/aboutus/gegen-internetsperren-in-einer-freien-gesellschaft-foebud-richtet-anti-zensur-dns-server-ein">Nameserver umstellen</a>, um sich dieser Gefahr vollst&#228;ndig zu entziehen. Geht <a href="http://www.jensscholz.com/2009/03/internetsperre-umgehen-in-26-sekunden.htm">schnell</a> und kann jeder.<br />
Die Technik ist allerdings interessanterweise das kleinste Problem in dieser ganzen Geschichte. Es gibt Staaten, die in ihren Zensurbem&#252;hungen schon wesentlich weiter sind. Die Menschen dort k&#246;nnen dennoch sowohl anonym als auch unzensiert das Internet benutzen. Das Internet ist von <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/115/">Nerds</a> gebaut worden. Ein Staat kann da so viel fordern wie er will, er wird das Netz auf technischer Ebene never ever kontrollieren k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Verwaltung</strong><br />
Hier liegen die springende Punkte, die das Ganze zum Zensurinstrument machen:<br />
1. Die gesperrten Inhalte stehen auf einer Liste, die das BKA direkt und ohne Pr&#252;fungsinstanz erstellt und die die Provider m&#246;glichst ohne sie anzuschauen zu installieren haben. Es entscheidet kein Richter &#252;ber den Inhalt, es &#252;berpr&#252;ft keine unabh&#228;ngige Institution &#252;ber die Rechtm&#228;&#223;igkeit, es gibt keine Regelung, wie Adressen &#252;berhaupt wieder von der Liste gel&#246;scht werden k&#246;nnten. Die Polizei, die Verbrecher verfolgt, bestimmt, welcher Wunsch nach welcher Information ein Verbrechen ist. Vorab zu definieren, was ein Verbrechen ist und hinterher dar&#252;ber zu entscheiden, ob ein Verbrechen begangen wurde ist aber nicht Aufgabe der Polizei.<br />
2. Die Liste ist geheim. So lange diese Liste nicht in die &#214;ffentlichkeit ger&#228;t kann alles drinstehen und nichts davon muss gerechtfertigt werden. Wer das in Frage stellt wird zum Verd&#228;chtigen. Wie Zensur in Reinform eben funktioniert.<br />
3. Der Gesetzentwurf ist schwammig genug, da&#223; das BKA im Prinzip alles in die Liste setzen kann. Da im Web jeder Inhalt nur einen Klick weiter vom letzten entfernt ist und das Gesetz m&#246;chte, da&#223; auch &#8220;mittelbare&#8221; Seiten gesperrt werden k&#246;nnen, kann somit de facto auch <em>jede</em> Seite gesperrt werden.<br />
4. Das System soll die direkte <a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--/meldung/136769">Verfolgung von Zugriffen</a> erlauben. es wird nicht nur gesperrt, sondern es kann auch nachgeschaut werden, wer sich die gesperrten Seiten ansehen will. Dies kann dann Anlass f&#252;r verdeckte &#220;berwachungen, Hausdurchsuchungen und andere existenzbedrohende Vorg&#228;nge sein.<br />
Die Staatsanw&#228;lte dieses Landes &#252;ben ja seit einiger Zeit kr&#228;ftig an der Vorverurteilungsfront, indem Sie inzwischen gerne mal Pressemitteilungen &#252;ber eingeleitete Verfahren rausgeben und die Presse direkt zu m&#246;glichst spektakul&#228;r und &#246;ffentlichkeitswirksam inszenierten Verhaftungen mitnehmen (Zumwinkel, Tauss, <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/was-medien-berichten-duerfen-muessen/">Frau B.</a>).</p>
<p><strong>Psychologie</strong><br />
Womit wir schon beim gew&#252;nschten Effekt von Zensur sind: Die Einf&#252;hrung der Schere im Kopf. Die <a href="http://www.mela.de/archives/1002-Schere-im-Kopf.html">wirksame Selbstzensur</a>, weil man nicht wei&#223;, was eventuell passiert, wenn man zu laut und deutlich Kritik &#228;u&#223;ert. Die Geheimhaltung der Sperrliste und ihre v&#246;llige Unverbindlichkeit durch das Fehlen jeglicher Kontolle ist ein bewu&#223;t eingesetzes Instrument, um Verunsicherung zu erzeugen.<br />
Ein anderes ist die Verkn&#252;pfung mit dem Thema Kinderpornografie, womit wir wieder am Beginn dieses Artikels w&#228;ren. Man wei&#223; ja inzwischen, da&#223; auch nur der leiseste Ruch, man k&#246;nnte eventuell irgendwas mit Kindesmissbrauch und P&#228;dophilen zu tun haben, die <a href="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc%7EE213402745D034DD2985EC4BEB52EEB38%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">Existenz vernichten</a> kann, selbst wenn hinterher rauskommt, da&#223; tats&#228;chlich nichts an den Vorw&#252;rfen dran war. Wie <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2008/11/20/aktion-himmel-keine-verurteilungen-aber-ein-erfolg/">nahezu generell nichts rauskommt</a>. Das ist ein so extrem starkes und wirksames Druckmittel, was nat&#252;rlich beispielsweise ein Herr Gorny sofort erkennt, weil <em>sein</em> Versuch, diese Schere im Kopf einzuf&#252;hren (durch den Versuch, Filesharing als schreckliches Verbrechen zu diskriminieren), wirkungslos blieb und er sich nun an den besser funktionierenden <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/04/22/dieter-gorny-wunscht-sperren-von-torrent-seiten-ich-bin-dann-mal-in-der-piratenpartei/">Trigger dranh&#228;ngt</a> (indem er Urheberrechtsverletzung mit Kindesmissbrauch gleichsetzt).<br />
Die Justizministerin <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/23/1132859.html">gibt dann noch Tipps</a> in die richtigen Richtungen, die nat&#252;rlich <a href="http://www.heise.de/ct/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/news/meldung/136764">prompt reagieren</a>. &#220;berhaupt, das mal ganz nebenbei, finde ich es immer wieder seltsam, da&#223; Frau Zypries immer wieder als Warnerin vermittelt wird. Dabei war &#8211; so <a href="http://www.die-topnews.de/strafe-bei-versuchtem-zugriff-auf-kinderporno-seiten-gefordert-348331">sagt sie zumindest</a> &#8211; sie es, die den Gesetzentwurf gegen&#252;ber dem Vorabvertrag von Frau von der Leyen versch&#228;rfen lie&#223; und dieser nun schon den Zugriff auf Stopp-Seiten verfolgen lassen will.</p>
<p>Um die Frage zu beantworten, warum und wann es in einer Gesellschaft &#252;berhaupt dazu kommen kann, da&#223; ein Teil davon meint, einen solchen Eingriff vornehmen zu m&#252;ssen und der andere Teil (zu dem ich u.a. mich z&#228;hle) darin ein so massives Unrecht sieht, das es zu bek&#228;mpfen gilt, kann man sich bitte den Artikel &#8220;<a href="http://netzpolitik.org/2009/der-kampf-der-kulturen/">Kampf der Kulturen</a>&#8221; dr&#252;ben bei netzpolitik.org durchlesen.</p>
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		<title>Die Weltb&#252;hne</title>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2009 08:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaloX</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die B&#246;rsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche bl&#252;hen auf:
Ihr Rezept hei&#223;t Leerverkauf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Wenn die B&#246;rsenkurse fallen,<br />
regt sich Kummer fast bei allen,<br />
aber manche bl&#252;hen auf:<br />
Ihr Rezept hei&#223;t Leerverkauf.</p>
<p style="text-align: center;">Keck verh&#246;kern diese Knaben<br />
Dinge, die sie gar nicht haben,<br />
treten selbst den Absturz los,<br />
den sie brauchen &#8211; echt famos!</p>
<p style="text-align: center;">Leichter noch bei solchen Taten<br />
tun sie sich mit Derivaten:<br />
Wenn Papier den Wert frisiert,<br />
wird die Wirkung potenziert.</p>
<p style="text-align: center;">Wenn in Folge Banken krachen,<br />
haben Sparer nichts zu lachen,<br />
und die Hypothek aufs Haus<br />
hei&#223;t, Bewohner m&#252;ssen raus.</p>
<p style="text-align: center;">Trifft&#8217;s hingegen gro&#223;e Banken,<br />
kommt die ganze Welt ins Wanken -<br />
auch die Spekulantenbrut<br />
zittert jetzt um Hab und Gut!</p>
<p style="text-align: center;">Soll man das System gef&#228;hrden?<br />
Da mu&#223; eingeschritten werden:<br />
Der Gewinn, der bleibt privat,<br />
die Verluste kauft der Staat.</p>
<p style="text-align: center;">Dazu braucht der Staat Kredite,<br />
und das bringt erneut Profite,<br />
hat man doch in jenem Land<br />
die Regierung in der Hand.</p>
<p style="text-align: center;">F&#252;r die Zechen dieser Frechen<br />
hat der Kleine Mann zu blechen<br />
und &#8211; das ist das Feine ja -<br />
nicht nur in Amerika!</p>
<p style="text-align: center;">Und wenn Kurse wieder steigen,<br />
f&#228;ngt von vorne an der Reigen -<br />
ist halt Umverteilung pur,<br />
stets in eine Richtung nur.</p>
<p style="text-align: center;">Aber sollten sich die Massen<br />
das mal nimmer bieten lassen,<br />
ist der Ausweg l&#228;ngst bedacht:<br />
Dann wird bisschen Krieg gemacht.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: right;">Kurt Tucholski, 1930 Die Weltb&#252;hne</p>
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